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Wege aus der Überschuldung

 

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Wege aus der ÜberschuldungIn Deutschland sind schätzungsweise rund drei Millionen private Haushalte überschuldet. Von einer Überschuldung kann gesprochen werden, wenn das Haushaltseinkommen nicht mehr für die fristgerechte Tilgung der Schulden ausreicht. Die häufigste Ursache für eine Überschuldung ist Arbeitslosigkeit. Auch eine Scheidung oder ein Todesfall in der Familie ziehen oftmals eine Überschuldung nach sich. Doch was kann man tun, wenn einem die Schulden plötzlich über den Kopf wachsen. Dieser Frage geht unser Ratgeber nach und zeigt Ihnen, welche Wege aus der Überschuldungssituation hinaus führen.

  1. Überblick über die Finanzen verschaffen

    Viele Überschuldete befinden sich in einer Situation, in der sie den Überblick über Ihre laufenden Finanzen verloren haben. Dies muss unbedingt geändert werden. Zunächst einmal müssen Sie feststellen, wie hoch Ihr Schuldenstand insgesamt ist. Dazu ist es unerlässlich, die vorhandenen Unterlagen zu prüfen und zu sortieren. Neben den Verbindlichkeiten gegenüber den Banken müssen alle offene Rechnungen und Mahnungen bei der Ermittlung des Schuldenstands berücksichtigt werden.

    Weiterhin ist es auch erforderlich, dass Sie die Höhe der monatlichen Einnahmen und Ausgaben ermitteln und gegenüberstellen. Auf der Einnahmenseite sind alle Einkünfte, die die Mitglieder des Haushaltes erwirtschaften, festzuhalten. Dazu gehören neben Löhnen und Gehältern auch Arbeitslosengeld, Kindergeld, Erziehungsgeld und Unterhaltsleistungen. Auf der Ausgabenseite müssen sowohl die Lebenshaltungskosten als auch die Zins- und Tilgungsverpflichtungen erfasst werden. Falls die monatlichen Ausgaben die Einnahmen übersteigen, bedeutet dies, dass der Schuldenberg jeden Monat weiter wächst.

  2. Ausgaben reduzieren

    Umschuldung bestehender VerbindlichkeitenDie Situation, die zum Entstehen der Überschuldung geführt hat, kann immer von zwei Seiten betrachtet werden. Auf der einen Seite reichen die vorhandenen Einkünfte nicht aus. Auf der anderen Seite sind die Ausgaben zu hoch. Da sich die Einnahmensituation mitunter nur schwer verbessern lässt, bleibt dem Schuldner in der Regel nichts anderes übrig, als bei den Kosten anzusetzen.

    Wie zuvor bereits erwähnt, sollten Sie sich unbedingt einen Überblick über ihre monatlichen Ausgaben verschaffen. Anhand dieser Aufstellung müssen Sie sich überlegen, an welcher Stelle die Möglichkeit besteht, Einsparungen vorzunehmen, um ihre Ausgaben zu reduzieren. Hilfreich ist dabei auch, wenn Sie ein Haushaltsbuch führen, in dem alle Ausgaben dokumentiert werden.

  3. Umschuldung bestehender Verbindlichkeiten

    Der größte Anteil der Schulden von privaten Haushalten entfällt auf Kreditverbindlichkeiten gegenüber Banken. Um die finanziellen Belastungen zu reduzieren, kann man versuchen, eine Umschuldung vorzunehmen. Im Grundprinzip werden dabei teure Kredite durch zinsgünstigere Kredite ersetzt. Allerdings müssen dabei auch die Vorfälligkeitsentschädigung und die Bearbeitungsgebühren in die Kalkulation einbezogen werden. Leider gestaltet sich eine Umschuldung in dieser Situation oftmals sehr schwierig, da der überschuldete Haushalt eine entsprechend schlechte Bonität aufweist und diese bei der Kreditvergabe nun einmal eine entscheidende Rolle spielt.

    Aufpassen müssen Sie bei der Ablösung eines Dispokredits mit Hilfe eines Ratenkredites. Hier besteht zwar auf der einen Seite erhebliches Sparpotenzial aufgrund der hohen Dispozinsen. Auf der anderen Seite steigen bei einer derartigen Umschuldung aber auch Ihre monatlichen Belastungen durch die Raten für die Tilgung des Kredits.

    Wenn eine Umschuldung durch einen günstigeren Kredit nicht möglich ist, kann der Schuldner immer noch versuchen, mit der Bank zu verhandeln, um die Laufzeit des bestehenden Kredits zu verlängern. Die Rückzahlung wird also über einen längeren Zeitraum gestreckt. Dies hat dann zur Folge, dass die monatlichen Rückzahlungsverpflichtungen niedriger ausfallen.

  4. Gespräch mit dem Gläubiger

    Gläubiger GesprächWenn Rechnungen nicht bezahlt werden, schicken die Gläubiger dem säumigen Schuldner zunächst eine Mahnung. Früher oder später folgen dann auch Vollstreckbescheide. Dies kann den säumigen Schuldner mitunter teuer zu stehen kommen. Deshalb dürfen Sie keinesfalls die eingehenden Mahnungen einfach ignorieren.

    Besser ist es, wenn Sie stattdessen Kontakt mit Ihrem Gläubiger aufnehmen und ihm Ihre finanzielle Situation darlegen. Mitunter erklärt sich der Gläubiger dann auch bereit, die Rückzahlung zu stunden. Wenn Sie die Zahlung in kleineren Raten anbieten, wird dies von den Gläubigern oftmals als positives Signal gewertet.

  5. Professionelle Hilfe für Schuldner

    Viele Schuldner sind mit ihrer finanziellen Situation allein massiv überfordert. Dann ist es durchaus ratsam, sich bei einer gemeinnützigen Schuldnerberatungsstelle Hilfe zu suchen. Diese bieten eine qualifizierte Beratung an und zeigen dem Schuldner Strategien auf, wie er seine Schulden in den Griff bekommen kann. Finanzielle Unterstützung bekommt der Schuldner hier aber natürlich nicht. Auf den Internetseiten der Bundesarbeitsgemeinschaft Schuldnerberatung können Sie sich informieren, wo in Ihrer Nähe eine derartige Beratungsstelle zu finden ist.

    Vorsicht ist dagegen bei privaten Schuldnerberatern geboten, da diese für ihre Dienste oftmals hohe Gebühren verlangen, was die angespannte Finanzsituation des Schuldners zusätzlich belastet. Wenn Sie einen privaten Schuldnerberater in Anspruch nehmen wollen, sollten Sie sich deshalb vorab über die anfallenden Gebühren informieren. Um die Kosten für die Beratung nicht selber tragen zu müssen, können Bedürftige auch einen Beratungsschein beim Amtsgericht beantragen.

Fazit

Ursachen für eine Überschuldung sind zumeist unvorhergesehene Ereignisse wie beispielsweise der Verlust des Arbeitsplatzes oder eine Scheidung. Fast jeder kann also davon betroffen sein. Keinesfalls dürfen Sie dann den Kopf in den Sand stecken, sondern Sie müssen aktiv gegen die Überschuldung ankämpfen. Hierzu sollten Sie sich zunächst einmal einen Überblick über Ihre derzeitige Finanzsituation verschaffen und versuchen, Ihre monatlichen Ausgaben zu reduzieren. Wer selbst damit überfordert ist, kann sich auch professionelle Unterstützung bei einer Beratungsstelle suchen. Wenn die vorgestellten Wege aus der Überschuldung allesamt erfolglos geblieben sind, bleibt als letzte Konsequenz dann leider oftmals nur noch der Gang in die Privatinsolvenz.

 

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