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Kredithaie: Betrug im Internet

Betrug im InternetEs ist und bleibt ein Ärgernis: Obwohl das Kreditgeschäft in der Bundesrepublik eindeutigen gesetzlichen Regeln unterliegt, tummeln sich nach wie vor Dutzende Kredithaie auf dem Markt. Die schwarzen Schafe der Branche schmieren verzweifelten Verbrauchern, die bei der Hausbank abgelehnt wurden, reichlich Honig um den Mund und versprechen Sofortkredite ohne Schufa, um ihnen dann hinten herum das Geld aus der Tasche zu ziehen. Das Magazin „Umschau“ des Mitteldeutschen Rundfunks (MDR) macht aktuell auf die Maschen der Betrüger aufmerksam und rät eindringlich davon ab, sich auf derlei Offerten einzulassen.

Hohe Gebühren, aber kein Kredit

Angesichts von sechs Millionen Bundesbürgern, die als überschuldet gelten und häufig auf der Suche nach dem rettenden Strohhalm sind, werden sich die dubiosen Firmen allerdings nicht ganz so schnell vertreiben lassen. Umso wichtiger ist es, regelmäßig auf die Betrugsmaschen aufmerksam zu machen, die vor allem im Internet immer mehr Opfer finden. Vom Prinzip her arbeiten die Unternehmen alle nach einem ähnlichen Muster. Das fängt beim Namen an, der möglichst Vertrauen suggerieren soll, und reicht bis hin zu Fantasie-Zertifikaten, die eine seriöse Abwicklung versprechen. Geboten werden Kredite ohne Schufa zu traumhaften Konditionen. Der Interessent wird aufgefordert, ein Formular auszufüllen – kostenlos, versteht sich. Was folgt ist ein Brief mit einer „Auftragserteilung zur Vermittlung einer Finanzsanierung“. Unterschreibt man den „Wisch“ und schickt ihn ein, werden Gebühren von bis zu 500 Euro fällig. Von einem Kredit ist dann keine Rede mehr.

Chance: Widerruf oder Anwalt

Verbraucher, die auf ein solches Angebot hereingefallen sind, sollten sofort aktiv werden. „Das Fernabsatzgesetz schützt Verbraucher vor Abzocke im Internet oder am Telefon. Innerhalb von zwei Wochen lassen sich online geschlossene Verträge ohne Angabe von Gründen kündigen“, erklärt die MDR-Umschau. Wurde nicht auf die Möglichkeit des Widerrufs hingewiesen, lassen sich derlei Verträge auch noch nach Monaten rückgängig machen. Um auf Nummer sicher zu gehen, sollte der Widerruf schriftlich per Einschreiben mit Rückschein erfolgen. Ist die 14-Tage-Frist für den Widerruf bereits verstrichen, kann unter Umständen ein Anwalt helfen. Denn inzwischen werden viele der Angebote als „arglistige Täuschung“ gewertet. Sie verstoßen aus Sicht der Verbraucherzentralen gegen das Rechtsdienstleistungsgesetz. Ob man sein Geld allerdings jemals wiedersieht, steht auf einem anderen Blatt.

 

 

Bild © Justiniani – Fotolia.com

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