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Kunden können sich Bearbeitungsgebühren für Kredit oft wiederholen

BearbeitungsgebührenLaut eines Berichts der Stiftung Warentest, der in der Zeitschrift Finanztest und auch auf „test.de“ veröffentlicht wurde, kassieren zahlreiche Banken oftmals Bearbeitungsgebühren für Kredite, obwohl es dafür offenbar keinerlei Berechtigung gibt. In dem Artikel wird auch darauf eingegangen, dass bereits 8 Oberlandesgerichte darüber geurteilt hätten und jedes Mal zu dem Schluss kamen, dass die Bearbeitung eines Kredits keine Dienstleitung für den Kunden sei und somit nicht extra berechnet werden könne. Auf diese Weise sind in den letzten drei Jahren Kredite im Gesamtwert von mehr als 200 Milliarden Euro vergeben worden, wobei die Banken meist eine Bearbeitungsgebühr zwischen 2,5 und 3,0% berechneten. Da zudem auch in Bezug auf Immobilienkredite oft Bearbeitungsgebühren von bis zu 1% anfielen, könnten so bei 200.000 Euro Kreditsumme bis zu 2.000 Euro an unnötigen Extrakosten auf potenzielle Kreditnehmer zukommen, hieß es weiter.

Bereits gezahlte Gebühren zurückfordern

Aus den oben genannten Gründen empfiehlt die Redaktion von Finanztest allen Kreditnehmern, die in den letzten 3 Jahren Kreditbearbeitungsgebühren gezahlt haben, diese formlos zurückzufordern. Hierbei sei jedoch wichtig, dass die Ansprüche für Rückforderungen aus dem Jahr 2008 noch bis Ende 2011 geltend gemacht werden müssten, da diese sonst verjährten. Aktuell würden viele Banken sich allerdings häufig noch weigern, die Gebühren zurückzuerstatten. Da jedoch im nächsten Jahr der Bundesgerichtshof über diese Frage entscheiden müsse, könne sich das schon bald ändern, wird in dem Bericht erklärt. Damit könnten Kredite in Bezug auf die Gebühren zukünftig deutlich günstiger werden, wobei abzuwarten bleibt, ob die Zinssätze dafür im Gegenzug nicht steigen.

 

 

Bild © Falko Matte – Fotolia.com

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