Skip to main content

Immobilienkauf wird ab 2011 teurer

In einigen Teilen des Landes müssen sich die Leute ab dem kommenden Jahr auf steigende Kosten beim Erwerb einer Immobilie einstellen. Hintergrund ist eine geplante Anhebung der Grunderwerbssteuer in vier Bundesländern. Seit der letzten Föderalismusreform dürfen die Bundesländer nämlich eigenständig über die Höhe der Grunderwerbssteuer entscheiden. Das hat zur Folge, dass zu Beginn des Jahres 2011 die Grunderwerbssteuer in Brandenburg, Bremen, Niedersachsen sowie dem Saarland steigen wird.

Anstiege zwischen 0,5 und 1,5 Prozentpunkten

Dabei fällt die Erhöhung der Grunderwerbssteuer im Saarland noch am moderatesten aus. Hier ist lediglich eine Anhebung um 0,5 Prozentpunkte angedacht. Dadurch steigt die Grunderwerbssteuer im Saarland von derzeit 3,5 % auf dann 4 % an. Demgegenüber beabsichtigt man in Niedersachsen und Bremen, die Steuer um einen Prozentpunkt zu erhöhen. Demnach würde die Grunderwerbssteuer in diesen beiden Bundesländern ab dem kommenden Jahr 4,5 % betragen.

Den größten Anstieg aber müssen die Immobilienkäufer in Brandenburg hinnehmen. Hier soll die Grunderwerbssteuer nämlich sogar um 1,5 Prozentpunkte nach oben gehen. Dadurch würde Brandenburg mit einer Grunderwerbssteuer in Höhe von 5 % zum Spitzenreiter unter allen sechszehn deutschen Bundesländern.

Schleswig-Holstein plant ebenfalls eine Anhebung

Zuvor wurde schon in drei anderen Bundesländern die Grunderwerbssteuer angehoben. Zum 1. März 2010 hat man die Grunderwerbssteuer in Sachsen-Anhalt auf 4,5 % angehoben. Davor hatten sich bereits die beiden Stadtstaaten Berlin und Hamburg zu einer Anhebung der Grunderwerbssteuer auf 4,5 % entschlossen. Darüber hinaus plant man für das Jahr 2013 auch eine Erhöhung der Grunderwerbssteuer in Schleswig-Holstein. Nach den derzeitigen Plänen der Landesregierung soll der Steuersatz im nördlichsten Bundesland dann auf 5 % anwachsen.

Datum des Kaufvertrages ist entscheidend

Wer den Kauf einer Immobilie in einem der von der Erhöhung betroffenen Bundesländer fest eingeplant hat, sollte daher in Betracht ziehen, den Kaufvertrag noch in diesem Jahr unter Dach und Fach zu bringen. Denn für die Festlegung der Grunderwerbssteuer ist das Datum des Kaufvertrages maßgeblich, so dass die Steuer noch anhand des bisher geltenden Steuersatzes von 3,5 % berechnet würde.

Die für die Berechnung der Grunderwerbssteuer maßgebliche Bemessungsgrundlage ist der Kaufpreis der Immobilie. Für den Käufer bedeutet dies, er kann mobile Komponenten, wie etwa beim Kauf gleichzeitig miterworbene Möbelstücke aus dem Kaufpreis herausrechnen und dadurch die zu zahlende Steuer ebenfalls noch reduzieren.
 

Jetzt kostenlos Kredite vergleichen!