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Falsch genutztes Arbeitgeberdarlehen kein Kündigungsgrund

Wenn ein Mitarbeiter ein Darlehen seines Arbeitgebers einem anderen Verwendungszweck zuführt, als vorher vereinbart, ist dies kein Grund, ihn fristlos zu entlassen. Diese Entscheidung fällte einem Bericht auf „n-tv.de“ zufolge das Landesarbeitsgericht Rheinland-Pfalz (Az.: 10 Sa 133/11) und gab damit einem Arbeitnehmer Recht, der gegen seine Entlassung geklagt hatte.
Der vorliegende Fall – ein Arbeitgeberdarlehen und eine falsche Nutzung
Im vorliegenden Fall hatte der Kläger von seinem Arbeitgeber einen Kredit in Höhe von 7.000 Euro erhalten, mit dem er eine andere Verbindlichkeit tilgen und zudem auch seinen Zahnersatz finanzieren sollte. Der Arbeitgeber brachte vor Gericht ein, dass der Kläger das Geld für einen anderen Zweck verwendet hatte und deshalb eine fristlose Kündigung erhielt.
Die Richter gaben der Klage statt – anderweitige Darlehensnutzung kein Kündigungsgrund
Ob der Kläger das Darlehen letztlich anderweitig verwendet hatte, konnte vor Gericht nicht zweifelsfrei bewiesen werden, jedoch gab dies für das Gericht auch nicht den Ausschlag. Demnach sei es völlig unerheblich, weil eine anderweitige Nutzung eines Arbeitgeberdarlehens keinen Anlass für eine Kündigung biete. Es läge darin kein arbeitsrechtlich relevantes Fehlverhalten, weshalb die Kündigung nicht gerechtfertigt sei, hieß es in der Urteilsbegründung, mit der die Kündigung wieder aufgehoben wurde.

 

 

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