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Banken müssen bei der Kreditvergabe verantwortlich handeln

Wenn eine Bank einen Kredit vergibt, jedoch schon zu diesem Zeitpunkt weiß, dass die Finanzierung später sehr problematisch werden kann, dann kann diese später durchaus zur Haftung herangezogen werden. Diese Entscheidung traf das Landgericht Berlin (Az.: 4 o 482/09) und gab damit der Klage eines Ehepaares statt, welches den Kauf eines Hauses und die damit verbundene Finanzierung wegen Täuschung rückgängig machen wollte.

Der vorliegende Fall – ein Hauskauf und eine unverantwortliche Kreditvergabe

Im vorliegenden Fall hatte ein älteres Ehepaar eine bereits vermietete Eigentumswohnung gekauft und über die Bank einen entsprechenden Kredit aufgenommen. Einige Zeit später wollte das Ehepaar diesen Kauf jedoch rückgängig machen, weil die Bank schon bei der Kreditvergabe hätte wissen müssen, dass die Finanzierung in der vereinbarten Form nicht bis zum Ende durchzuhalten gewesen wäre. Die Bank verweigerte dieses Anliegen, so dass das Ehepaar vor dem Landgericht Berlin Klage einreichte.

Das Landgericht Berlin gab der Klage statt – unverantwortliches Handeln der Bank

Das Gericht gab der Klage des Ehepaares statt und begründete diesen Schritt mit der Tatsache, dass eine Bank nur dann einer Finanzierung zustimmen darf, wenn diese auch durchführbar ist. Im vorliegenden Fall wären die Kreditnehmer bei der vollständigen Tilgung jedoch schon weit über das Renteneintrittsalter hinaus gewesen und hätten spätestens dann das Darlehen nicht mehr bedienen können. Da dieser Fakt für die Bank hätte klar sein müssen, könne man in diesem Fall von einer verantwortungslosen Kreditvergabe sprechen. Die Bank müsse die Finanzierung deshalb mit allen dazu gehörenden Konsequenzen rückgängig machen, hieß es weiter.

 

 

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