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Mietkautionen im Vergleich

 
Eine neue Wohnung zu beziehen, heißt in der Regel auch, eine Mietkaution als Sicherheit hinterlegen zu müssen. Eine solche Kaution ist zwar nicht automatisch Bestandteil aller Mietverträge, wird von den meisten Hausbesitzern oder Wohnungsbaugenossenschaften aber verlangt. Sie schaffen sich damit einen gewissen Sicherheitspuffer, um auch dann nicht leer auszugehen, wenn die Miete ausbleibt oder nach dem Auszug Schäden repariert werden müssen.
Freie Hand haben Vermieter allerdings nicht. Für Mietkautionen hat der Gesetzgeber klare Richtlinien formuliert und eine Obergrenze gezogen.

 

Gesetzliche Rahmenbedingungen

Grundsätzlich gilt: Die Mietkaution für Wohnraum darf maximal drei Monatsmieten umfassen, wobei die Nebenkosten völlig außen vor bleiben. Die Vorgaben hierzu finden sich in Paragraf 550 b) Absatz 1 des Bürgerlichen Gesetzbuches (BGB). Um den Mieter nicht über Gebühr zu belasten, räumt der Gesetzgeber darüber hinaus die Option ein, die Kaution auf drei monatlichen Raten aufzuteilen. Die erste Teilzahlung muss in dem Fall direkt mit dem Beginn des Mietverhältnisses gezahlt werden. Je nach Vereinbarung wird die Mietkaution in bar direkt an den Vermieter ausgehändigt oder aber überwiesen. Das Geld muss dann getrennt vom sonstigen Vermögen des Vermieters „zu dem für Spareinlagen mit dreimonatiger Kündigungsfrist üblichen Zinssatz“ (BGB, §550 b) Absatz 2) angelegt werden. Die Zinsen erhöhen die Sicherheitsleistung, stehen später aber dem Mieter zu – sofern die Kaution nicht Anspruch genommen wurde.

Wichtigste Regelungen des §550b BGB im Überblick:

  • Höhe der Mietkaution: maximal 3 Monatsmieten
  • Zahlung der Mietkaution kann in 3 gleiche Raten gestückelt werden
  • Die erste Rate wird zu Beginn des Mietverhältnisses fällig
  • Die Kaution muss verzinst werden (üblicher Zins für 3 monatige Spareinlagen)

Wichtig: Eine für den Mieter nachteilige Abweichung ist nichtig!

Die Mietkaution muss verzinst werden

Wie das Geld investiert wird, kann von Fall zu Fall mit dem Vermieter vereinbart werden. Üblich ist zum Beispiel ein klassisches Sparbuch. Denkbar sind allerdings auch andere Anlageformen, wobei vor allem auf die Sicherheit geachtet werden sollte. Ideal für diese Zwecke ist ein gut verzinstes Tagesgeldkonto. Entscheidend ist, dass es sich um ein insolvenzfestes Produkt handelt, bei dem das Kapital auch dann erhalten bleibt, wenn der Vermieter Konkurs anmelden muss. Denkbar – allerdings für den Zweck als Mietkaution aufgrund des hohen Risikos weniger geeignet – sind auch Aktienanlagen oder generell Wertpapiere.

Inanspruchnahme der Mietkaution

Das Kapital bleibt so lange unberührt, bis der Mieter seinen Pflichten nicht mehr nachkommt und keine Miete mehr bezahlt. In dem Fall darf der Vermieter auf die Mietkaution zurückgreifen. Das gilt auch, wenn beim Auszug Mängel festgestellt werden. Um das zu vermeiden, sollte gemeinsam mit dem Vermieter ein Übergabe-Protokoll erarbeitet werden, in dem sämtliche Mängel notiert werden. Der Mieter hat dann die Möglichkeit die Schäden selbst zu beheben bzw. beheben zu lassen und wahrt somit seinen Anspruch auf Rückzahlung der Kaution samt Zinsen.

Günstige Alternative zur kreditfinanzierten Kaution

Da es sich bei Mietkautionen in der Regel um nicht unerhebliche Summen handelt – bei 600 Euro Kaltmiete immerhin bis zu 1.800 Euro – und auch der Umzug Geld kostet, überziehen viele ihr Konto oder nehmen einen Kredit auf. Inzwischen gibt es jedoch deutlich günstigere Varianten. Ein Beispiel hierfür ist kautionsfrei.de, ein Angebot der R+V Versicherung. Das Unternehmen zahlt die Mietkaution, verlangt im Gegenzug dafür jährlich lediglich einen festen Zinssatz der Kautionssumme, der weit unter den Konditionen für Kredite liegt. Dadurch bleibt der persönliche Kreditrahmen erhalten, muss nicht auf Ersparnisse zurückgegriffen werden und lässt sich das Thema Mietkaution binnen weniger Minuten abhaken.

Bild © m.schuckart – Fotolia.com

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