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Bau- oder Immobilienfinanzierungen im direkten Vergleich

Immobilienfinanzierung

 
So wie ein Haus nicht in einem Tag gebaut ist, kann auch eine Immobilienfinanzierung nicht von heute auf morgen geplant und realisiert werden. Dafür geht es um zu hohe Beträge, aus denen eine entsprechend langfristige finanzielle Belastung resultiert. Wer sein Budget nicht genau kalkuliert, riskiert über kurz oder lang, dass das Konstrukt der Baufinanzierung ins Wanken gerät oder sich der gesamte Vorgang unnötig verzögert. Im schlimmsten Fall kommt es zum Baustopp, weil das Geld nicht mehr reicht.

Mit spitzem Bleistift rechnen

Deshalb ist der spitze Bleistift der beste Freund des angehenden Bauherrn. Für die Baufinanzierung müssen die Finanzen sortiert und ein Plan erstellt werden. Das betrifft die laufenden Kosten ebenso wie das bestehende Vermögen und mögliche Bausparverträge. Diese Zahlen bilden die Grundlage. Ohne sie lässt sich keine Immobilienfinanzierung auf die Beine stellen, zumindest keine, die Hand und Fuß hat.

Die Kalkulation umfasst grob zwei Bereiche: Auf der einen Seite muss ermittelt werden, wie viel Geld monatlich zur Verfügung steht und in die Rückzahlung investiert werden kann. Auf der anderen Seite geht es um das vorhandene Eigenkapital. Einige Banken bieten inzwischen zwar auch Vollfinanzierungen an. In dem Fall muss man sich aber im Klaren darüber sein, dass die monatliche Belastung vergleichsweise hoch ausfällt. Reduzieren lässt sie sich unter anderem über Eigenleistung und die Hilfe von handwerklich begabten Freunden. Wichtig hierbei: Bauhelfer müssen versichert werden, falls etwas passieren sollte.

Die zwei wichtigsten Schritte vor einer Baufinanzierung:

  1. Eigenkapital ermitteln
  2. Finanziellen Spielraum für die Höhe der Rückzahlungsrate ermitteln

Fördermittel beachten

Eine weitere Möglichkeit, die laufenden Kosten zu senken, sind Fördermittel oder zinsgünstige Darlehen. Vergeben werden sie hauptsächlich von der KfW-Bank. Ansprechpartner ist jeweils die Geld gebende Bank. Beantragt werden müssen die Mittel – unter anderem für den Bau von Niedrigenergiehäusern – bevor der Traum vom Eigenheim realisiert wird. Es lohnt sich auf jeden Fall, sich mit den Programmen vertraut zu machen und mit dem Bankberater zu sprechen. Gefördert werden dabei vor allem:

  • Der Bau von Häusern mit besonders niedrigem Energieverbrauch
  • Eine energieeffiziente Sanierung
  • Die Schaffung von selbst genutztem Wohnraum

Beispielrechnungen

Angenommen, der Kassensturz ergibt, dass die Immobilienfinanzierung samt Nebenkosten maximal 250.000 Euro kosten darf und als Eigenkapital rund 85.000 Euro eingebracht werden können. Damit bliebe eine Summe von 165.000 Euro, die kreditfinanziert werden muss. Ausgehend davon, dass der Betrag mit 1,0% getilgt wird und das Darlehen 5,0% p.a. kostet, ergibt sich unberücksichtigt möglicher Förderungen eine jährliche Belastung von 9.900 Euro (1.650 Euro Tilgung und 8.250 Euro Zinsen im ersten Jahr). Das entspricht monatlich 825 Euro.

Wie wichtig es ist, die Konditionen für eine Baufinanzierung zu vergleichen, zeigt folgendes Beispiel: Steigt der Zinsumsatz um nur 20 Basispunkte von 5,00 auf 5,20% im Jahr, erhöht sich die Rate bereits auf 852,50 Euro im Monat. Das sind jährlich 10.230 Euro und damit 330 Euro mehr. Klingt wenig, summiert sich aber. Bei einem Kreditbetrag von 250.000 Euro und einer Zinsdifferenz von 0,2% verteuert sich ein Darlehen in zehn Jahren um rund 5.000 Euro. Ist der Kredit hingegen günstiger, lässt sich eine höhere Tilgung vereinbaren und damit die Laufzeit verkürzen. Angesichts der Summen, um die es geht, ist ein Immobilienfinanzierungs- Vergleich im wahrsten Sinne des Wortes Gold wert.

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