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Fremdwährungsdarlehen – Es geht auch günstiger

Immobilienfinanzierung Der Blick über den Tellerrand hinaus bringt für Kreditnehmer oft die überraschende Erkenntnis: Es geht auch günstiger. In der Schweiz oder Japan werden für Immobilienfinanzierungen üblicherweise deutlich niedrigere Zinsen verlangt als in der Bundesrepublik. Im direkten Vergleich ergeben sich Differenzen von bis zu drei und mehr Prozentpunkten. Hochgerechnet auf die Laufzeit ist das gleichbedeutend mit einer enormen Ersparnis, zumindest theoretisch. Denn der Zinsvorteil kann sich bei einem Fremdwährungsdarlehen auch ins Gegenteil umkehren, hinzu kommt das Risiko der Kursschwankungen. Daher müssen Sie die Vor- und Nachteile von Krediten in fremder Währung sorgfältig gegeneinander aufwiegen.

 

Günstige Zinsen

Natürlich gilt für jede Finanzierung erst einmal die Devise „je günstiger, desto besser“ – immer vorausgesetzt, die Leistung stimmt. Diesbezüglich sind Japan und die Schweiz den deutschen Banken um Längen voraus. Sie warten in der Regel mit deutlich besseren Kreditkonditionen auf. Um ebenfalls davon zu profitieren, müssen Sie sich nicht einmal in den Flieger oder das Auto setzen, sondern können ein Fremdwährungsdarlehen auch über Kreditinstitute in der Bundesrepublik abschließen. Wichtig dabei: Das Darlehen wird in der Währung des entsprechenden Landes aufgenommen und muss auch in dieser Währung zurückgezahlt werden. Das stellt an sich kein Problem dar, denn die Buchungen werden komplett von der Bank abgewickelt. Als Kunde müssen Sie sich also nicht darum kümmern, dass seine Euro erst in Yen oder Franken gewechselt werden.

Risiken bei einem Fremdwährungsdarlehen

Trotz vermeintlicher Vorteile bringt ein Fremdwährungsdarlehen auch gewisse Risiken mit sich, die hier nun genauer aufgezeigt werden sollen:

  1. Zinsrisiko

Ob sich ein Fremdwährungsdarlehen rentiert, kann nur ein Blick auf die aktuellen Konditionen verraten. Liegt das Zinsniveau für einen solchen Kredit spürbar unter dem für eine Finanzierung nach deutschen Standards, lohnt es sich unter Umständen, genauer zu rechnen. Angenommen eine Immobilienfinanzierung über 200.000 Euro kostet in Japan 2,5 und in der Bundesrepublik 4,5 Prozent Zinsen im Jahr, ergibt das einen Unterschied von immerhin 2,0 Prozent. Dadurch sinkt die monatliche Belastung bzw. lässt sich die Laufzeit erheblich verkürzen. Allerdings: Während die Zinsen in Deutschland über mehrere Jahre hinweg festgeschrieben werden können, sind es bei Fremdwährungsdarlehen oft nur zwölf Monate. Steigt der Zins anschließend, wird der Kredit entsprechend teurer. Je mehr sich die beiden Zinssätze annähern, desto geringer fällt die Ersparnis aus.

  1. Währungsrisiko

Hinzu kommt bei Fremdwährungsdarlehen ein zweiter Risikofaktor: die Währung an sich. Solange der Euro stark ist, bleiben die monatlichen Darlehensraten weitgehend konstant, können sogar günstiger werden, wenn die europäische Währung Fahrt aufnimmt. Schwächelt der Euro allerdings und verliert gegenüber Yen und Franken an Wert, muss aufgrund des Wechselkurses deutlich tiefer in die Tasche gegriffen werden. Diese Entwicklung lässt sich nur schwer vorhersagen, schon gar nicht über Jahre hinweg. Teilweise arbeiten die Anbieter von Fremdwährungsdarlehen deshalb mit einer Währungsabsicherung, die zusätzliche Kosten verursacht. Letztlich steht dem Sparpotenzial immer ein gewisses Risiko gegenüber. Deshalb ist eine solide Beratung das A und O.

Fazit

Wenn Sie sich für ein Fremdwährungsdarlehen interessieren, können Sie diese heute bereits in deutschen Banken finden. Nicht selten liegen die Zinsen niedriger als bei Krediten hierzulande. Trotzdem sollten Sie sich vor einem Abschluss des Zinsrisikos und des Fremdwährungsrisikos bewusst sein.

 

Bild © Bernd Ege – Fotolia.com

 

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